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und Materialien:

Erneute Naziübergriffe!

In den letzten Wochen und Monaten gab es erneut Morddrohungen, Telefonterror, körperliche Übergriffe usw gegen „alternative“ Menschen in und um Hagen. Diese Übergriffe gingen u.a. von Kevin aus Gevelsberg und Konsorten aus. Die Namen, Wohnsitze usw der Idioten sind bekannt; anscheinend haben diese dies übersehen. Keiner dieser Übergriffe wird unbeantwortet bleiben; soviel sei gesagt. Wenn Nazis [vermeintliche] „Antifas“ und deren Verwandschaft an Bahnhöfen u.a. mit Baseballschlägern in Empfang nehmen, müssen diese damit rechnen, dass der Nachhauseweg für die Kameraden auch mal unschön enden kann.

Nazikundgebung morgen in DO!

Gegen die Nazi-Kundgebung am 8. Juli 2010

Am kommenden Donnerstag, dem 8. Juli, wollen Dortmunder Neonazis ab 18.30 Uhr eine Kundgebung oberhalb der Freitreppen gegenüber dem Hauptbahnhof abhalten. Nachdem Dortmunder Antifaschist_innen die Stadt dazu bewegen konnten, den Nazis das Haus wegzukaufen, indem sich das „Nationale Zentrum“ – ein regelmäßiger Treffpunkt und Veranstaltungsort für zahlreiche extrem rechte Vorträge – befindet, zeigen sie sich mächtig echauffiert und gehen gleich mal auf die Straße, um ihrem Ärger Luft zu machen.

Das Dortmunder Antifa-Bündnis ruft dazu auf, die Nazi-Kundgebung in der Dortmunder Innenstadt zu stören. Kleidet euch unauffällig. Polizisten sind auf schwarze Kapuzenpullis und Windbreaker geeicht, es gibt keinen Grund es ihnen so einfach zu machen. Wenn ihr Sachen mitbringen wollt, die euch nützlich erscheinen (Pfeifen, Vuvuzelas, Transpis usw.), dann packt die Sachen in Einkaufstüten, damit rennen in der City auch tausende anderer Leute herum.

Passt auch abseits der Aktion auf euch auf. Die Dortmunder Nazis streunen ebenfalls des Öfteren zivil um die Veranstaltung herum.

Nazi-Kundgebung stören!

AZ Köln: Wenn Räumung, dann Reclaim the Streets!

Alles dazu hier [click!]!

Samstag: RTS Streetdance in D´dorf!

Es bewegt sich alles

Wir sind schon lange hier, aber jetzt rufen wir eine Bewegung für Düsseldorf ins Leben!

Freiräume für Bewegung ist ein Zusammenschluss aus der freien Kulturszene Düsseldorfs. Wir sind MusikerInnen, Maler-Innen, DesignerInnen, MedienkuünstlerInnen, VeranstalterInnen, PolitaktivistInnen etc. und wir begreifen uns als Teil einer bundesweiten Bewegung, die aktuell in mehreren deutschen Großstädten entsteht und ihr Recht auf Freiräume, Gestaltung und Selbstbestimmung – kurz: auf ihre Stadt – einfordert.

(c) Freiräume für Bewegung

Wann? Am 15.Mai (Samstag)
Wieviel Uhr? 14:00 Uhr
Wo? Vor den Bilker Arcaden

Was?

Musik von

Mental Movement
Canuto
Killa Kalles
Kern

und für alle Mutigen:

Open Mic

Aktionen:

Leinwände incl. Dosen für freies Malen

ANSCHLIESSEND:

Demo mit fetter Mucke Richtung Rathaus.
Ja, es darf Krach gemacht werden.
Aber bitte volle Möhre.

Unterschriften und Bildübergabe ans Rathaus und Abschlusskundgebung.

Wir rechnen mit euch, denn es ist EURE Stadt.
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Seit dabei und kämpft für die Beschaffung für Freiräume für Sprayer und Künstler in Düsseldorf

Auswertung Landtagswahlen [Hagen]

Im folgenden dokumentieren wir die Angaben von „NRW rechtsaußen“ zu den Landtagswahlergebnissen:

WK 103 Hagen I NPD: 0,7 % (minus 0,5 %), REP: 0,7 % (minus 0,5 %), pro NRW: 2,4 %; Erststimme: Iris Monika Marczian (pro NRW) 2,4 %.

WK 104 Hagen II – Ennepe-Ruhr-Kreis III NPD: 1,1 % (minus 0,1 %), REP: 0,3 % (minus 0,6 %), pro NRW: 2,3 %; Erststimme: Udo Franke (NPD): 1,6 %, Holger Wernicke (pro NRW): 1,8 %.

Naziouting: Balu!

Wir dokumentieren hier ein Naziouting, dass wir auf der Internetseite „Indymedia“ gefunden haben. Link: http://de.indymedia.org/2010/05/280450.shtml

„Balu“ Friedrichs wohnt im Jungfernbruch 9 in Hagen, Stadtteil Quambusch und ist gelernter Dachdecker. Er fiel immer wieder durch Gewalt gegen „alternative“ Kids, linke und emanzipatorische Kräfte und Hitlergruße mitten in der Innenstadt auf, weshalb er wohl auch schon des öfteren „hinter Gittern“ saß. Er ist bekennender Neonazi, was er auch u.a. mit seinem „-NS-“-Tattoo auf der linken Brust gerne mal nach außen hin zeigt. Seine Kameraden und er begrüßen sich gerne mal mit Hitlergruß, wenn´s sein muss auch direkt in der Gevelsberger Innenstadt.

Früher hing er gerne mit den Kids am „Skater“ [kleiner Outdoor Skatepark in Gevelsberg] ab und schüttete sich mit diesen die Birne zu. Gerne drehte er diesen NPD-Flyer und Nazimusik an und versuchte diese zu rekrutieren. Jedoch ohne große Erfolge. Anscheinend hat er es sich in Gevelsberg sowohl mit den Kids vom „Skater“ als auch mit den anderen Boneheads verscherzt [nunja mit diesen war er wohl nie so dicke; diese bezeichneten ihn schon immer gerne als „Kanacke“].

Momentan ist er öfters am Hauptbahnhof in Hagen anzutreffen wo er sich -wer hätte es anders erwartet?- [teils mit anderen Nazis] die Birne zulaufen lässt und pöbelt.

Zuletzt wurde er heute auf einer „ProNRW“-Kundgebung gesichtet.

Balu auf ProNRW Kundgebung heute:
Balu Friedrichs

Was für Nerds!

Ca 7-10 ProDeppen versammelten sich ab 11.00Uhr auf dem Johanniskirchplatz um unter lautstarkem Protest ihre Kundgebung abzuhalten. Dies schafften sie zwar, jedoch dürfte wohl so wirklich niemand verstanden haben was die Deppen vor sich hingebrabbelt haben. Die ganze Kundgebung lang über wurden von den Gegendemonstranten Parolen skandiert, gepfiffen und Ansagen durch ein von uns bereitgestelltes Megaphon gemacht. Wir haben ca 150 Flyer und Zeitungen verteilt, die Gesamtschule Haspe und unabhängige Menschen ebenfalls.

Hier der „Blick nach Rechts“-Artikel zu Dortmund, Hagen und generell der „Wir-haben-keine-Freunde“-Tour: http://www.bnr.de/content/ae-kreuzzug-ae-mit-dem-bus

Hier nun einige Impressionen und Nazifressen:

Crowd zu Beginn [später wuchs diese auf´s 2-3fache an]:
Crowd zu Beginn

Transpi:
Transpi

Pro´s:
Pro´s

Lauti der Nasen[Nummernschild]:
Nazinummernschild

Bernd Schöppe[in Lüdenscheid]:
bernd schöppe in lüdenscheid

Pro´s mit Stadtbekanntem Neonazi „Balu“ Friedrichs[2ter von links]:
Pro´s & Balu

Wer mehr Bilder will mailt an ajah [at] india [dot] com !

P.S.: Vllt packen wir morgen oder so noch mehr online!

ProNRW Kundgebung [angeblich] verlegt!

Die morgen stattfindende ProNRW-Kundgebung sollte ursprünglich am Friedrich-Ebert-Platz stattfinden, jedoch schreiben ProNRW und PI-News auf ihren Pages das die Kundgebung nun am Johanniskirchplatz [Kirche beim „CineStar“] abgehalten wird. An der Uhrzeit [11.00Uhr] hat sich nix geändert!

Haltet die Augen offen und checkt am besten beide Plätze ab. Leute von uns werden sich an beiden Plätzen befinden, sodass wir die Gegendemonstranten möglichst zügig von dem einem Platz zum anderen schicken können, im Fall der Fälle.

p.S.: ProNRW haben einen richtigen Tourbus mit einigen Schriftzügen drauf u.a. „Kreuzzug für das Abendland“ und einige Kleintransporter und PKWs! Haltet die Augen offen!

AZ Solidemo in Köln

Hier dokumentieren wir den Aufruf für die Solidemo für das AZ Köln-Kalk

Unterstützer_innen des Autonomen Zentrum im besetzen Haus in der Wiersbergstr in Köln-Kalk rufen auf zu einer Soli-Demo. Nachdem das Haus nun zwei Wochen besetzt ist und das Autonome Zentrum langsam Gestalt annimmt, gilt es zu zeigen, dass wir nicht mehr auf dieses Zentrum verzichten wollen. Die Kampagne Pyranha und die Besetzer_innen fordern von der Stadt eine deutliche Ansage, dass das Autonome Zentrum geduldet wird und von Repression und Räumung – auch nach der Landtagswahl – Abstand genommem wird. Billige Ausreden, wie die der Sparkasse, gelten nicht! Mit der Demonstration können wir zeigen, wie viele Menschen das Anliegen nach einem Autonomen Zentrum teilen und den Besetzer_innen unsere Unterstützung zeigen.

Also kommt alle am Donnerstag, 6. Mai, um 19Uhr zum Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs. HIER findet ihr die Kopiervorlage für das Demo-Plakat zum Vervielfältigen und Aufhängen und am Dienstag Nachmittag um 15 Uhr gibt es einen Transpi/Mal/Bastel Treffen für die Demo. Join us in Action!

1.Mai

Hier der Aufruf aus Wuppertal für den 1.Mai[14.00h // AZ]:

Recht auf Stadt!
Recht auf ein würdiges Leben für alle !(B. Lamp)

Treffpunkt 14.00 Uhr vor dem AZ auf der Gathe
Im Anschluss findet das Straßenfest auf dem Schusterplatz statt. Es spielt u.a. Ted &Grogs (Berlin)

Liebe Freundinnen des Autonomen 1.Mai in Wuppertal,

Im 24. Jahr organisieren wir in Wuppertal eine autonome 1.Mai Demo und ein selbstorganisiertes Straßenfest auf dem Schusterplatz. Wir wollen eine Politik entwickeln, die – nicht nur – am 1. Mai die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen zum Thema macht. Die andere wichtige Tradition, auf die wir uns beziehen, ist der 1. Mai als internationaler Kamptag, an dem weltweit Menschen gegen Herrschaft und Ausbeutung auf die Straßen gehen.
Leider haben sich die PRO-NRW -Nazis für eine Kundgebung am Vormittag des 1.Mai in Solingen nahe der DGB-Demo angekündigt. Ein breites Bündnis ruft zu Blockaden auf. Da sind wir natürlich auch dabei!

Vormittags auf nach Solingen – Pro-NRW Nazis blockieren ab 8:00 Uhr!
Für einen kämpferischen 1. Mai im Bergischen Land!!
Infos unter: http://www.solingenquer.wordpress.com

Polizeigewalt

Seit ungefähr 4 Jahren greifen die Bullen regelmäßig unsere Demo an, schikanieren die Leute und misshandeln die DemonstrantInnen unter dem Schutz ihrer fiesen Gesetze und Videokameras. Sie galoppieren mit ihren Pferden dumm rum, lassen ihre Polizeiköter auf Wehrlose los und sind absolut widerwärtig .
Wir lassen uns aber nicht kleinkriegen!
Das Recht auf freie Bewegung und körperliche Unversehrtheit, auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit gilt auch in dieser Stadt. Wir rufen daher die linken und demokratischen Kräfte und FreundInnen zu einer Demobeobachtung auf.
Das bedeutet nicht nur Schutz für uns, weil die Staatsgewalt nicht so gerne auf IntendantInnen, ProfessorInnen, Stadtverordnete, Betriebsräte, KindergärtnerInnen und SchauspielerInnen eindrischt wie auf jugendliche AktivistInnen, sondern es ist auch ein Stück lebendige politische Bildung zur Frage, mit welcher Brutalität die Polizei heute gegen missliebige AktivistInnen vorgeht.
Die unverschämten GewalttäterInnen in Uniform und ihre Vorgesetzten sollen wissen, wir sind kein Freiwild, dass man widerspruchslos zusammenschlagen und kriminalisieren kann, wir wissen genau, wo die Schläger vom letzten 1.Mai und der Einsatzleiter Sport treibt, in welche Kneipe er geht, bei manchen wissen wir sogar, wo sie wohnen. Auch bei StudiVZ und Facebook sollten die schlechtbezahlten SchlägerInnen ein bisschen vorsichtiger sein, wenn sie mit ihren dienstlichen Misshandlungen prahlen und ihre Fotos der Weltöffentlichkeit präsentieren.
Wir rufen jedenfalls dazu auf, im Falle einer polizeilichen Zerschlagung der 1.Mai Demo, am 3.Mai um 19:00 Uhr verschiedene Kundgebungen vor den Wohnungen bei den für die Polizeigewalt Verantwortlichen durchzuführen. Das Unrecht und die Polizeigewalt haben bekanntlich Name und Adressen (B.Lamp).

Unsere Versuche: Zahltag, Vierte Woche und freie Sperrmüllparties

Der autonome 1.Mai war und ist auch heute noch immer Spiegel unserer Kämpfe und Kampagnen. Gegen das Gerede von „wir sind doch alle Beteiligte im Kapitalismus“ fordern wir die Diskussion um unseren eigenen sozialen Standort in dieser Gesellschaft ein. Eine Repolitisierung der sozialen Frage ist auf dem Papier nicht zu haben, das lockere „Arbeit ist scheiße“ muß sich erst auf den Amtsstuben der neuen Kontrollbehörden bewähren und die radikale Arroganz gegenüber über „Normalbürgern“, die um ihren Arbeitsplatz bangen, wird sich dann relativieren, wenn die gutbezahlten Jobs und Erbschaften nicht für alle PolitaktivistInnen reichen. Seit 2004 versuchen wir die Selbsthilfe und die Selbstorganisierung der Erwerbslosen und Prekären voranzutreiben. Diese Politik ist nicht am Schreibtisch entstanden, sondern durch eigene Betroffenheit und durch eigene Erfahrungen. Viele von uns sind schon lange selbst von prekären Arbeits- und Lebensverhältnisse betroffen, viele von uns werden zu Ein Euro Jobs gezwungen, müssen bei unsinnigen „Weiterbildungsmaßnahmen“ rumlungern und werden mit Sanktionen bedroht. Auch unser Autonomes Zentrum ist schon lange ein soziales Zentrum geworden, mit allen Problemen und Chancen.
Als wir am 3. Januar 2005 in vielen Städten die Arbeitsämter belagerten und zu besetzen versuchten, war es vollkommen unklar, ob sich nach den Montagsdemonstrationen und den Massendemonstrationen des Jahres 2004 auch nach der Einführung von Hartz IV ein Protestnetzwerk entwickelt, das sich gegen die Zumutungen von Hartz IV wirksam wehren kann.
Seit dem Sommer 2009 versuchen wir mit der Aktionsform Zahltag unsere Präsenz in den Argen wieder zu verstärken, Selbsthilfe, gegenseitige Beratung, Mob ähnliche Ämterbesuche sind ein Lichtblick und eine Ermutigung für uns und viele andere Betroffene. Unser Interventionen verändern zumindest zeitweise die Stimmung auf den Ämtern und Steigern die Freundlichkeit und Auszahlfreudigkeit der ARGE-MitarbeiterInnen. Der alte Hit „Allein machen sie dich ein“ wird einmal mehr Wirklichkeit, „wenn wir uns organisieren.“

Seit 2009 haben wir uns wieder verstärkt der Stadtteilarbeit zugewandt. Anders als die Stadtteilerneuerer und UnternehmerInnen der Nordstadt wollen wir uns bewusst mit der schlechten sozialen Lage der Menschen auseinandersetzen. Neben unserer Kampagne für einen freien Sperrmüll, die sich gegen die Zugriffe des Ordnungsamtes richtet, organisieren wir einmal im Monat die sog Quarta Settimana – Vierte Woche-Aktion. Einmal im Monat kochen und essen wir zusammen auf einem öffentlichen Platz. Hintergrund der Aktion ist, das viele Menschen hier im Quartier in der letzten Woche des Monats kaum mehr Geld für gesundes und leckeres Essen haben und das diese Armut besonders Kinder trifft. Mit ein bisschen langem Atem haben wir einen sozialen und würdigen Treffpunkt für uns und für alle anderen StadtteilbewohnerInnen gegen die wachsende Vereinzelung geschaffen. Besonders die Kinder der Nordstadt nehmen das Angebot an.

Nicht über die Wupper gehen

Wir haben uns in den letzten Wochen mit den Studierenden, mit den Beschäftigten der Wuppertaler Bühnen, mit ErwerlslosenaktivistInnen, BademeisterInnen und SchwimmerInnen, mit SozialarbeiterInnen und Kulturschaffenden gegen das Sparpaket verbündet. Nach den eindrucksvollen und gemeinsamen Protesten gegen das Sparpaket am 29./30.1. im Schauspielhaus und der Demo zur Stadtratssitzung müssen wir jetzt gemeinsam einen Schritt weitergehen.
Gegen die Duckmäuserei, gegen die Angst und gegen das Sprechverbot für städtische Angestellte setzen wir auf eine offene und unzensierte Debatte. Wir lassen uns nicht vorschreiben, was wir diskutieren und kritisieren. In Zeiten leerer Kassen müssen wir auch über schon abgesegnete Projekte wie den Döppersberg sprechen. Die 35 Millionen städtische Eigenbeteiligung für den Döppersberg werden den Schwimmbädern, den sozialen Einrichtungen und den Wupertaler Bühnen fehlen.
Die Verschuldungspolitik ist kein Zufall, sondern gezielte Politik diverser Koalitionen, genauso wie die anstehenden „Reformen“ wie die Steuersenkungen zu Lasten der Kommunen, die geplante Zerschlagung der Krankenversicherung durch die sog. Kopfpauschale wie die Hartz IV Gesetzgebung und die kostenträchtige Beteiligung der Bundeswehr an allen möglichen Kriegen. Sie allen fallen nicht aus dem (Berliner und Düsseldorfer) Himmel, sondern das sind politische bewusste Entscheidungen und folgen oft eindeutigen wirtschaftlichen und politischen Interessen.
Wir wollen uns austauschen, uns zuhören, was es für Ängste und Probleme gibt, welche Auswirkungen und Probleme das sogenannte Sparpakt bringen wird, gemeinsam Ideen spinnen und sie konkretisieren. Unsere Aufgabe sehen wir nicht darin, Einsparvorschläge zu machen und das Elend zu verwalten. Wir möchten die grundlegende Frage stellen, was und wie viel wir für ein gutes Leben brauchen. und wir wollen Pläne schmieden, was wir diesem ‚Spardiktat‘ als Menschen in Wuppertal entgegensetzen können.
Wir müssen daher wieder sichtbar werden mit unseren Wünschen und Vorstellungen von einem ganz anderen Leben! Starten wir eine offen Zukunftswerkstatt für Wuppertal! Lasst uns gemeinsam für eine soziale und kulturelle Infrastruktur kämpfen, die nicht abhängig von der Großzügigkeit und Kulturbeflissenheit von reichen Gönnern ist. Kostenloses Schulmittagessen, öffentlich finanzierte Theater, Freie Kultur und Museen, ein kostenloser öffentlicher Nahverkehr, kostenlose Kita-Plätze bis zum gebührenfreien Studium sind keine Luxusforderungen, sondern der Anspruch auf gesellschaftliche Teilhabe. Schlagen wir die Angriffe der FDP-CDU-Regierung zurück, die Reste der paritätisch finanzierten Gesundheitsversorgung durch die Kopfpauschale zu zerschlagen. Freuen wir uns auf den Wahlkampfauftritt von Westerwelle und Roessler! Verjagen wir die Hartz IV-Schnüffler und kämpfen wir für ein bedingungsloses Grundeinkommen!

Zukunftswerkstadt Wuppertal

„Uns gehört die Stadt“, diese alte Parole aller sozialen Kämpfe gilt es wieder zu beleben. Gegenwehr und Aufbau neuer solidarischer Strukturen gehören zusammen.
Wir halten es mit B.Lamp, dem Basismilitanten aus Elberfeld „Wir bitten niemandem um etwas, vielmehr erschaffen wir hier und jetzt unsere kreative Aufsässigkeit, indem wir so weit wie möglich die Momente und Räume ausweiten, in denen wir sagen: Nein, wir beugen uns nicht den Anforderungen des Kapitals, wir werden etwas anderes machen, wir werden die Selbsthilfe fördern, die Kooperation, die Erschaffung gegen das Kapital. Wir müssen wieder über die Zukunft reden und über unsere Utopien. Es gibt das weit verbreitete Missverständnis, Leben sei Arbeit. Das ist das Missverständnis von Leuten, die jede Hoffnung auf ein besseres Leben verloren haben. Leben ist Tätigkeit. Menschliches Leben könnte freie und bewusste Tätigkeit sein. Arbeit ist Zwang, nicht eigentliches Bedürfnis. Arbeit bedeutet ursprünglich in allen westeuropäischen Sprachen: „Not, Elend, Plage. Last.“ Arbeit erscheint als gesellschaftliche Notwendigkeit und heuchelt jedem Glück, Freiheit und Wohlstand. Doch wer sich mit diesem Zustand abfindet, dies akzeptiert oder sogar dafür wirbt, setzt sich für die Verewigung eines Systems ein, in dem der Mensch ein unterdrücktes und beherrschtes Dasein fristet.
Es ist nicht leicht, es ist nicht offensichtlich, aber dies ist die Richtung, in die wir uns bewegen müssen, die wir erkunden müssen. Mit Wut, aber mit einer Wut, die andere Perspektiven eröffnet, die andere Dinge erschafft, eine Wut der Würde.
Auf diese Wut setzen wir. Selbstorganisierung und Selbstermächtigung sind auf lange Sicht die einzige Perspektive den Zumutungen zu entfliehen und was Neues aufzubauen!“

Kommt (zurück) zu den Autonomen

Es ist klar, daß wir für diese Widerstandsarbeit wieder viel mehr Menschen werden müssen. Mischt euch wieder ein und bringt eure Erfahrungen aus euren Arbeitsfeldern produktiv ein.
Wir haben eine Zukunft zu gewinnen. Gegen Ohnmacht hilft nur Gegenmacht. Gegenmacht ist möglich und kann sogar erfolgreich sein. Das zeigt uns z.B. der langjährige Widerstandsgeist im Wendland. Auch säßen wir nicht im AZ, wenn nicht GenossInnen beherzt und mutig auf allen Ebenen gekämpft hätten, weder Flugblätter, Bündnisarbeit noch den Brandanschlag auf Daimler Benz gescheut hätten.
Unser Traum von einem funktionierenden Netz autonomer Gruppen in Städten und Regionen ist noch nicht ausgeträumt. Wir brauchen wieder Gruppen, die als militante Tendenz in den Bewegungsresten von sich aus aktionsfähig sind, die mit den vielfältigen und wunderbaren Methoden der Subversivität Widersprüche forcieren und praktisch intervenieren können, „die das Handlungsarsenal der legalen Linken um die Möglichkeiten der Sabotage, der Bestrafung, der Gegenwehr, und der Eroberung von Lebensmöglichkeiten erweitern. Es geht uns nach wie vor um die Zersetzung des Fundamentes von Herrschaft, der Ohnmacht.“ (B.Lamp)
Der Traum von Gegenstrukturen, die positive und erlebbare Beispiele für eine neue Gesellschaft ohne Ausbeutung, ChefInnen und sonstige Herren sein könnten, ist weiterhin in unseren Köpfen, auch wenn vieles gescheitert ist und uns manch mal ganz schön deprimiert…
Aber es gibt trotzalledem immer wieder Ansätze, sich selbstverwaltet, kollektiv und ohne staatliche Einmischung in allen Lebensbereichen zu organisieren.

Lassen wir uns nicht entmutigen.
Nicht betteln und bitten, sondern mutig gestritten. Für ein Leben ohne Ausbeutung, ChefInnen und sonstige Herren!!

Wir grüßen die autonomen, (sozial) revolutionären 1.Mai Demos und Euromaydays in Dortmund, Nürnberg, Berlin, Hamburg, Oldenburg, Bremen und überall!

Straße frei für den 1.Mai!